Bürgermeister Horst Kaiser (CDU) habe vor dem Parlament verkündet: „Elz braucht mehr Parkplätze“ und spreche von 38 neuen Stellplätzen, die auf dem neuen Parkplatz in der Bachgasse 22/22a entstehen sollen. „Tatsache ist aber, dass der Parkplatz hinter der KSK mit 28 Stellplätzen nach einem durchgeführten Grundstückstausch nicht mehr vorhanden ist und für den Zugang zum Erbach auf dem Bürgerhausareal noch zwei Stellplätze zusätzlich entfallen“, so die Bürgerinitiative.

Jetzt heiße es aus dem Elzer Rathaus laut NNP: „Um ein komfortables Anfahren der Parkplätze zu gewährleisten, müssten leider fünf Stellplätze wegfallen.“ Somit werden jetzt nur noch drei Stellplätze mehr beim Neubau des Parkplatzes in der Bachgasse 22/22a gegenüber dem vorhandenen Parkplatz hinter der Kreissparkasse geschaffen. Diese zusätzlichen drei Pkw-Stellplätze seien der CDU geschätzte rund eine Million Euro wert. „Das sind die anfallenden Kosten für den Parkplatztausch Bachgasse/Lattengasse mit dem Grundstück Bachgasse 22/22a, die Neugestaltung des als Parkplatz und Grünzone gedachten Areals und der teilweisen Überbauung der Erbach-Parzelle“, so die Bürgerinitiative.

In einem Mitteilungsblatt spreche die CDU von einem attraktiven Band, wenn ein Fußweg von der Weberstraße über das Bürgerhausareal bis zur Kirche durch die „Neue Mitte“ hergestellt werde. Hier vergesse die CDU, dass dieses attraktive Band für Kinderwagen und Rollator vollkommen verkehrsuntauglich sei.

Gefahr einer Überschwemmung

Angesprochen werden muss laut Bürgerinitiative auch noch die Teilüberbauung des Erbachs. „Wenn man die aufwendige Zufahrtsverbreiterung der Bachgasse zum neuen Parkplatz betrachtet, wo in Abständen von zwei Metern aus statischen Gründen Unterzüge über den Erbach gebaut werden müssen, stellt sich doch die Frage: ,Wer möchte noch in Anbetracht der immer stärker und häufiger werdenden Regenfälle in der Bachgasse zwischen der Rathausstraße und der Alexanderstraße wohnen?'“ Die Anzahl von zehn Unterzügen in einem Abstand von je zwei Metern für die notwendige Straßenverbreiterung sei für die Anlandung von Astwerk und Gestrüpp und der damit verbundenen Gefahr eines Rückstaus mit Überschwemmung vorprogrammiert. Die CDU schweige über diese Gefahr, aber auch über die Gesamtkostenhöhe der Elzer „Neue Mitte“, so die Bürgerinitiative.

Warum sage die CDU-Elz: „Wir sind eine finanzschwache Kommune und können es uns nicht leisten, dass wir auf die Veranlagung beim Zweitstraßenausbau verzichten“, gleichzeitig veranschlage sie aber für die „Neue Mitte“ bislang über zwei Millionen Euro in den Haushalten, fragt die Bürgerinitiative.

Andere Kommunen würden über so gewagte Bauprojekte erst gar nicht nachdenken, sondern etwas für ihre Bürger tun und die Zweitstraßenausbaubeiträge abschaffen oder die Prozente der Veranlagung von 75, 50 und 25 Prozent auf 30, 20 und 10 Prozent reduzieren, so die Bürgerinitiative. red