Die „Bürger für Elz“ haben mit Heiner Egenolf auf Platz zwei auch einen erfahrenen Elzer Gemeindepolitiker auf der Liste, der bis zu deren Aus vor fünf Jahren Vorsitzender der FWG-Fraktion in der Gemeindevertretung war. Der 63-Jährige sagte: „Ich möchte gemeinsam mit euch die Elzer Zwei-Parteien-Landschaft knacken, eine dritte Kraft etablieren, durch die die Elzer Gemeindepolitik hoffentlich transparenter wird.“

Der Diplom-Informatiker Strixner bezeichnete es schon als „Wunder von Elz“, dass sich innerhalb eines Monats eine neue Bürgerliste mit aktuell 22 Mitgliedern formiert habe. Spätestens morgen, Dienstag, sollen die Wahlunterlagen komplett im Elzer Rathaus abgegeben werden.

Die Liste ist aus einer Bürgerinitiative heraus entstanden, deren Hauptziel die Abschaffung der Straßenausbaugebühren ist, die die betroffenen Grundstückseigentümer zum Teil erheblich belasteten. Einige Kandidaten haben, wie sagten, schlechte Erfahrungen mit Bürgermeister Horst Kaiser (CDU) gemacht, der ihrer Meinung nach Bürger mit eigener Meinung „von oben herab“ behandele.

Strixner kritisierte, dass die CDU-Fraktion nur das für gut befinde, was sie sich selbst ausgedacht habe. Dabei komme aber oft nichts Gutes heraus. Als Beispiel nannte er das Projekt „Neue Mitte“, wodurch kein Vorteil für die Bürger entstehe. Es würde im Grunde nur Parkplätze von hinter der Kreissparkasse in die Bachgasse verschoben und dadurch viel Geld verschwendet, so Strixner.

Neben der Abschaffung der Straßengebühren möchte die neue Bürgerliste sich künftig für einen sinnvolleren Umgang mit Steuermitteln und für mehr Bürgerbeteiligung einsetzen. Es wäre für die Gemeinde das Beste, so Strixner, wenn künftig drei Fraktionen in der Gemeindevertretung sitzen und keiner eine absolute Mehrheit habe und somit jeder auf den anderen zugehen müsse. Er hoffe, dass CDU-kritische Bürger seiner Liste dazu verhelfen, mit fünf bis sechs Vertretern 2021 in die Gemeindevertretung einzuziehen.

Schriftführerin Sabine Steger, die auf Platz drei kandidiert, nannte als Grund für ihr Engagement, dass Elz endlich einmal eine starke Opposition brauche. Das führe hoffentlich zu mehr Mitspracherecht der Bürger. Armin Geis wurde noch deutlicher: „Hier in Elz bestimmt ein Kaiser alles und das passt uns nicht.“ Dieter Thiel, Bewohner des Keltenwegs, kam über die Bürgerinitiative zur Kandidatur, weil ihm bei der Diskussion über die Abschaffung der Straßengebühren nicht gepasst habe, in welchem Stil Gemeinde und etablierte Kräfte mit den Bürgern umgegangen seien. Andrea Strixner kritisierte, es könne nicht sein, dass Bürger Briefe an die Gemeinde schickten und es niemand nötig habe zu antworten. Egenolf dankte Strixner als Motor der Gruppe, „ohne den wir noch längst nicht so weit wären“. Für die „Bürger für Elz“ kandidieren: 1. Oliver Strixner, 2. Heinrich Egenolf, 3. Sabine Steger, 4. Herbert Martin, 5. Armin Geis, 6. Dieter Thiel, 7. Raphael Steger, 8, Petra Bertram, 9. Hellmut Merz, 10. Andrea Strixner, 11. Matthias Raithel. rok