Jede Partei oder politische Gruppierung ist dadurch entstanden, dass sich Bürger über etwas geärgert, sich zusammengefunden und dann ihre Interessen und Standpunkte vertreten und dafür eingesetzt haben. So war es bei CDU, SPD oder den am Anfang belächelten Grünen. Klientelpolitik betreibt jede Partei auf ihre Art und Weise, um sich die Stimmen ihrer Wähler zu sichern. Ist es dennoch nicht anerkennenswert, wenn sich Bürger gegen den allgemein bemängelten Trend der Politikverdrossenheit engagieren und für eine Sache einsetzen?

Im Moment ist ein Teil der Elzer Bürger von den Straßenausbaubeiträgen betroffen. In ein paar Monaten werden es auch andere Elzer Bürger sein. Daher fühlt sich der ein oder andere Elzer in der Bürgerliste vielleicht besser vertreten als in den zwei etablierten Parteien in Elz. Vielleicht kommen wir dabei auch weg von der Elzer „Einparteienpolitik“, deren Entscheidungen alle Elzer, auch finanziell, mittragen müssen.

Hier geht es nicht nur um die Straßenausbaubeiträge, die nur die Anwohner betreffen. Hier geht es auch um die Elzer „Neue Mitte“. Deren Kosten betreffen alle Elzer und hier muss der Elzer Bürger gehört und befragt werden. Die angesprochene Alltagstauglichkeit, wenn mehrere Gruppierungen im Elzer Gemeindeparlament sitzen und mitbestimmen, ist natürlich immer noch vorhanden.

Demokratie lebt von der sachlichen Diskussion und Kompromissen. Sie ist vielleicht nicht mehr so einfach, als wenn nur einer die Richtung vorgibt, aber in einer guten Familie bestimmt auch nicht nur einer oder der Größte am Tisch, sondern alle Familienmitglieder werden befragt, respektiert und gehört. Und das wünsche ich mir auch in Elz!

Armin Geis, Bürger für Elz – Bürgerliste