Dieser Leserbrief dokumentiert deutlich, wie „Bürger-Bashing“ von einigen CDU-Führungspersönlichkeiten betrieben wird. Es ist nicht das erste dokumentierte Beispiel, wie sich die Verantwortlichen der CDU mit unsachlichen Angriffen einer kritischen Auseinandersetzung entziehen wollen. Die neue Wählergruppe in Elz heißt „Bürger für Elz – Bürgerliste“ und war nicht Autor des Artikels. Im Leserbrief kritisiert Herr Eidt, dass sich die Autoren nur an dem Parkplatzprojekt aufhängen, das ja als Teil eines größeren Projektes zu sehen ist. Ich frage mich, warum die CDU es denn nicht geschafft hat, einen ordentlichen Gesamtkostenplan für das Projekt „Neue Mitte“ vorzulegen und die Entwicklung kontinuierlich fortzuschreiben und offenzulegen? Das wäre unser Weg gewesen. In jeder Veröffentlichung werden nur einzelne Posten genannt. Eine „klare“ Gesamtsumme sucht man vergeblich. In der Sitzung vom 14. September 2020 hat die CDU nur Zahlen zum Parkplatztausch vorgelegt. Von der SPD eingeforderte Zahlen zum Gesamtprojekt (Überbauung) fehlten. Wo stehen denn die Kosten für die „Neue Mitte“ aktuell? 2,7 Millionen Euro? Kurz nach dieser Entscheidung fällt der Mehrwert von zehn Parkplätzen zusätzlich auf nur noch drei Parkplätze. Jeder zusätzliche Parkplatz kostet dann ca. 400 000 Euro, die negativen Auswirkungen auf die Verkehrssituation werden nicht gehört. Dass die Bürger hier einen verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeld bezweifeln, das ist ihr gutes Recht.

Zusammengefasst: Es gibt keine klare Kostendarstellung der „Neuen Mitte“, Mehrwerte verringern sich, Genehmigungen fehlen, Grundstücke sind nicht käuflich, die Opposition ist komplett ausgestiegen, aber das Marketing geht weiter. Dieses Projekt hat einen Hauch von „Wirecard“: Jetzt fehlt Geld im Haushalt, und andere haben das Geld. Von Gemeinwohl ist nichts zu erkennen. Offen und transparent ist das nicht. Wir werden unsere Recherche-Ergebnisse veröffentlichen.

Oliver Strixner, Vorstand Bürger für Elz – Bürgerliste